Diabetes
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Zuckerpuppe spricht für Dich mit ExpertInnen rund um das Thema Diabetes. Hier erhältst Du Antworten auf Fragen wie: Wie entsteht Diabetes, und welche Formen gibt es? Welche Therapien stehen zur Verfügung? Wie ernähre ich mich richtig? Und vieles mehr!

  • FOLGE 1

    Herzensbildung – Interview mit der Präsidentin der Österreichischen Gesellschaft für Kardiologie

    In der Folge mit Dr. Andrea Podczek-Schweighofer dreht sich alles rund um das Herz. Wir widmen uns den Vorzeichen von Herzerkrankungen bzw. eines Herzinfarkts und den Unterschieden zwischen Männern und…

    FOLGE 1

    Herzensbildung – Interview mit der Präsidentin der Österreichischen Gesellschaft für Kardiologie

    Dr. Roman Szeliga

    Er ist Arzt und Manager, Moderator, Vortragender und Autor. Die Klammer, die all das zusammenhält, ist der Humor: als soziale Kompetenz, die in der Lage ist, Menschen zu motivieren, mitzureißen und zu führen.

    Als Mitbegründer der CliniClowns erkannte Dr. Szeliga die positiven Auswirkungen des Humors auf die gesundheitliche Heilung schwerkranker Kinder. Heute setzt er sich als Vortragender dafür ein, dass auch Unternehmen das Potenzial des Humors erkennen und nutzen. Humorvoll und kurzweilig wird er uns heute durch das Interview führen.

    Dr. Andrea Podczeck-Schweighofer

    Nach der Promotion 1979 absolvierte Andrea Podczeck-Schweighofer ihre Turnus- und fachärztliche Ausbildung für Innere Medizin im Wilhelminenspital in Wien. 1988 erwarb sie den Facharzttitel für Innere Medizin, in den Folgejahren die Additiv-Facharzttitel in Kardiologie und internistischer Intensivmedizin. Ihre wissenschaftliche Tätigkeit führte sie zu mehreren Auslandsaufenthalten, 1984 zu einem längeren Aufenthalt an das St. Bartholomew’s Hospital nach London, 1986 zwei Jahre an die Kardiologische Universitätsklinik in Düsseldorf. 1995 wurde sie Universitätsdozentin, mit Schwerpunkt ihrer klinischen Tätigkeit in der Kardiologie. 2004 übernahm sie als Primaria die Leitung der Kardiologischen Station im SMZ Süd. 2016 wurde sie Universitätsprofessorin an der Sigmund Freud Universität in Wien und seit Juni 2017 ist sie Präsidentin der Österreichischen Kardiologischen Gesellschaft.

    Transkript: Herzensbildung – Interview mit der Präsidentin der Österreichischen Gesellschaft für Kardiologie

    Dr. Roman Szeliga: Herzlich willkommen an einem Tag, an dem es um das Herz geht. Ich begrüße ganz herzlich, Frau Dr. Andrea Podczeck-Schweighofer – ihres Zeichens nicht nur Internistin, Kardiologin und auch Präsidentin der Österreichischen Gesellschaft für Kardiologie, sondern auch ein Mensch mit Herz. Dazu kommen wir gleich.

    Frau Professor, im Vorfeld unseres Gesprächs habe ich ein bisschen recherchiert, warum das Herz so wichtig ist für unser Leben. Unser Herz schlägt ca. 70 Mal pro Minute, das wissen vielleicht die meisten noch. Aber dass es 100.000 Mal am Tag und insgesamt bis zu unserem 70. Lebensjahr 2,5 Milliarden Mal schlägt – das ist ganz schön oft – wissen viele vielleicht nicht. 70 bis 80 Milliliter Blut pumpt es pro Herzschlag, 6 Liter pro Minute und jährlich so viel, dass wir ein ganzes Olympia-Schwimmbecken füllen könnten (25×50 Meter). Das alles schafft unser Herz und trotzdem kümmern wir uns anscheinend viel zu wenig darum.

    Heute ist Valentinstag – die Frage ans Auditorium: Wer von Ihnen ist derzeit verliebt? Oder kann sich daran erinnern?

    (Lachen aus dem Publikum.)

    Auch das hebt den Herzschlag etwas an. Da schlägt das Herz ein bisschen anders. Das weibliche Herz schlägt durchschnittlich ein bisschen schneller, als das männliche Herz. Da gibt es ein kleines Experiment für den Abend – schauen Sie ihrem Partner in die Augen. Nach 3 Minuten schlägt das Herz dann synchron.

    (Lachen.)

    Dr. Roman Szeliga: Frau Professor, wieso liegt Ihnen das Herz so am Herzen?

    Dr. Andrea Podczeck-Schweighofer: Weil ich die Menschen sehe, die nicht auf ihr Herz geachtet haben. Ich sehe üblicherweise Patientinnen und Patienten, deren Herz erkrankt ist aus verschiedenen Gründen. Sehr häufig, weil die Herzkranzgefäße verkalkt sind oder so verstopft sind, dass das Resultat ein Herzinfarkt ist. Das ist eine lebensbedrohliche Situation. Wenn man da nicht rechtzeitig etwas tut, dann stirbt ein mehr oder weniger großer Teil des Herzmuskels ab. Das hat für den Patienten gravierende Folgen, selbst wenn er diese Situation überlebt.

    Je mehr ich mich mit Krankheiten beschäftige, ist mein Ziel die Botschaft auszusenden: „Lasst es dazu nicht kommen.“

    Dr. Roman Szeliga: Jetzt haben wir im Vorfeld ein bisschen geplaudert. Es hat extreme Fortschritte in der Therapie, Diagnostik und Vorsorge gegeben. Wir können glücklich sein, in einer Zeit zu leben, wo es viele Möglichkeiten gibt. Trotzdem ist die Herz-Kreislauf-Erkrankung eine der häufigsten Todesursachen mit all ihren Nebeneffekten. Was sind die aktuellen Probleme? Warum ist das nach wie vor so ein Problem, dass die Menschen zu wenig auf ihr Herz hören oder schauen?

    Dr. Andrea Podczeck-Schweighofer: Das ist wahrscheinlich ein psychologisches Problem, warum sich Menschen nicht um mögliche Krankheitsentstehungen kümmern. Ein junger Mensch steckt das natürlich weg – auch die Zigarette am Abend in der Disco ist für einen 20- oder 25-Jährigen noch nicht bedeutsam für die spätere Arteriosklerose, also die Verkalkung des arteriellen Gefäßsystems. Je länger der Zustand aber anhält und je besser wir im Verdrängen der möglichen Schäden für unser Herz sind – ich glaube nämlich, dass die meisten Menschen eigentlich wissen, was gut oder schlecht ist für ihr Herz – …

    Dr. Roman Szeliga: … es aber nicht tun…

    Dr. Andrea Podczeck-Schweighofer: … aber es nicht tun. Und je mehr Jahre ins Land ziehen und die schädlichen Noxen auf das Gefäßsystem wirken, umso höher ist die Komplikationsrate.

    Dr. Roman Szeliga: Ist dieses Verhalten ein bisschen eine Reaktion darauf, dass es so viele Möglichkeiten gibt? Andere sollen das machen, aber ich esse weiter, gehe nicht zum Sport und lebe ungesund. Wie kann man das verbessern? Vom erhobenen Zeigefinger haben die Patientinnen und Patienten genug.

    Dr. Andrea Podczeck-Schweighofer: Der wirkt nicht gut.

    Ich glaube noch immer an die Intellektualität des Menschen, wenn man Zusammenhänge herstellt und, dass man ab und zu ein schlechtes Gewissen hat, damit man sich bessert oder dass man an sich arbeitet, auch wenn man gute Taten unterbreitet.

    Wenn ich Vorträge vor Laienpublikum halte und sage, es ist erwiesen, dass fünf Mal wöchentliche Bewegung von 30 Minuten pro Tag einen wirklichen Nutzen in einer großen Gesellschaftsgruppe, die untersucht wurde, bringt, um nicht an einem Herzinfarkt zu erkranken oder zu versterben, ändern zumindest manche Leute ihr Leben in diese Richtung. Die Tragödie ist, dass es oft zum Kollaps eines Gefäßes kommen muss.

    Dr. Roman Szeliga: Typisch österreichisch, dass die „Watschen“ kommen muss und man denkt, hoffentlich passiert nicht mehr. Es gibt einen schönen Vergleich: Man empfiehlt, dass jeder Mensch mindestens 3 Mal pro Tag 30 Minuten mit dem Hund spazieren gehen soll – auch wenn er keinen Hund hat.

    Dr. Andrea Podczeck-Schweighofer: Das ist eine sehr gute Empfehlung.

    Dr. Roman Szeliga: Braucht es nicht manchmal so schöne plakative Vergleiche? Wir haben alle gehört, man soll mehr Sport treiben, mehr Bewegung machen. Aber vielleicht gibt es Tipps oder Tricks, die jeder machen kann? Z.B. für einen Manager, der den ganzen Tag viel zu tun und keine Zeit für Spaziergänge hat.

    Dr. Andrea Podczeck-Schweighofer: Ja. Bewegung ist essenziell. Da wir alle furchtbar wenig Zeit haben und tatsächlich manche abends so spät nach Hause kommen, dass 30 Minuten laufen scheinbar nicht drinnen sind, empfehle ich es möglichst in den Alltag zu integrieren. Es gibt Daten, dass Menschen, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahren, wesentlich größere Strecken zu Fuß gehen. Ganz einfach: Wenn man mehrere Stockwerke zu bewältigen hat, sich zu zwingen, nie, nie, nie den Lift zu benutzen, sondern ausschließlich die Stiegen zu steigen. Da kann man relativ viele Schritte im Laufe eines Tages dazu gewinnen.

    Dr. Roman Szeliga: Machen Sie das selbst?

    Dr. Andrea Podczeck-Schweighofer: Ja. Das war eines meiner obersten Ziele. Ich hatte einen sehr strengen Lehrer. Wenn er junge Assistenten am Lift stehen hat sehen, war man unten durch. Das habe ich mir bis an den Rest meines Lebens gemerkt.

    Dr. Roman Szeliga: Da hat auch ein bisschen die Angst mitgespielt sozusagen, vom Chef gesehen zu werden?

    Dr. Andrea Podczeck-Schweighofer: Ja, ein bisschen. Aber das ist nicht schwer. Zwei Stockwerke zu gehen ist kein Problem. Aber es wird selten gelebt. Vor den Liften stehen Trauben von Menschen.

    Dr. Roman Szeliga: Und fahren dann vielleicht noch mit dem Auto ins Fitness-Studio.

    Dr. Andrea Podczeck-Schweighofer: Genau.

    Dr. Roman Szeliga: Vielleicht ist das auch ein Thema, diese Routine. Wir haben im Leben viele Dinge, die wir routinemäßig tun. Wäre das nicht auch ein Ansatz, den Sport als Routineprogramm ins Leben zu integrieren? Also fix Montag und Mittwoch ins Fitness-Studio oder mit dem Hund spazieren gehen?

    Dr. Andrea Podczeck-Schweighofer: Ich glaube, der Mensch braucht so etwas wie ein Raster für sein Leben, um auch seine Arbeit danach auszurichten, soweit es möglich ist.

    Dr. Roman Szeliga: Jetzt hört man immer von Menschen, die besonders gefährdet sind. Menschen, die viel Stress und viel Verantwortung haben, übergewichtig sind, sich nicht viel bewegen. Die typische Managerkrankheit. Aber ich glaube, da hat sich in der letzten Zeit einiges getan. Es sind nicht nur die, die wir glauben, behandeln zu müssen.

    Dr. Andrea Podczeck-Schweighofer: Die koronare Herzkrankheit, die Verkalkung der Kranzgefäße, ist garantiert keine Managerkrankheit. Wir finden sie gerade in Bevölkerungsgruppen, die sich schlecht ernähren – und das sind üblicherweise keine Manager, sondern Menschen, die sogenanntes Junkfood schnell an der U-Bahn-Haltestelle konsumieren oder im Lift den Burger zu Ende essen. In diesen Bevölkerungsgruppen kommen wesentlich häufiger Herz-Kreislauf-Erkrankungen vor. Auch der Nikotinkonsum ist in diesen Bevölkerungsgruppen eindeutig höher.

    Dr. Roman Szeliga: Und wo liegt zwischen Männern und Frauen der Unterschied?

    Dr. Andrea Podczeck-Schweighofer: Der Unterschied liegt in dem Fall günstig für die Frauen, indem sie im Schnitt zehn Jahre später erkranken. Sowohl was Schlaganfall als auch Herzinfarkt betrifft. Weil Frauen durch die natürlich wirkenden Hormone, die Östrogene, geschützt sind. Das ist der Grund, wieso bis zur Menopause es selten ist, dass Frauen mit einem Herzinfarkt ins Krankenhaus kommen. Wenn allerdings die natürliche Wirkung nachlässt, dann gilt wieder Gleichheit.

    Dr. Roman Szeliga: Es ist spannend für mich zu sehen, dass Frauen viel später zum Arzt gehen, der sie zumindest einmal begutachtet, als wir Männer. Die Frauen sagen, sie haben viel Belastung durch Kinder und Job. Da wird schon nichts sein. Wie kann man ein bisschen daran arbeiten, dass man gerade, wenn wir es vielleicht noch nicht so ernst spüren, trotzdem die ersten Warnzeichen erkennen können – vor allem als Frau?

    Dr. Andrea Podczeck-Schweighofer: Erstens: Wissen vermitteln durch Aufklärung, dass die Symptome durchaus ein bisschen anders sein können. Nicht so dramatisch.

    Dr. Roman Szeliga: Wie zum Beispiel?

    Dr. Andrea Podczeck-Schweighofer: Das kann ein Schmerz, der sich im Oberbauch projektiert, sein. Oft ist es nur eine starke Übelkeit. Diffus ausstrahlende Schmerzen. Bei einem wirklich großen Infarkt ist die Symptomatik ähnlich. Aber die Vorformen, die Frühstadien sind bei Frauen oft nicht so ausgeprägt. Da muss man mit aller Selbstkritik sagen, sie werden von Ärzten nicht so ernst genommen. Die Frauen selber nehmen sich nicht ernst und wahrscheinlich nehmen Ärzte diese nicht eindeutig beschrieben Symptomatik nicht so ernst. Das ist dann eine unglückliche Konstellation, dass Frauen dann tatsächlich einerseits später ärztliche Hilfe im Sinne von Diagnostik aufsuchen und häufiger auch weggeschickt werden, weil es schon nicht so schlimm sein wird. Diese Daten gibt es leider.

    Dr. Roman Szeliga: Haben Sie vielleicht ein Fallbeispiel, wo man früher hätte reagieren sollen, damit man einiges vermeiden hätte können?

    Dr. Andrea Podczeck-Schweighofer: Ja. Diese konkrete Frau, das ist ein paar Wochen her, ist kürzlich mit einem Infarkt ins Krankenhaus gekommen. Da war dann die Symptomatik sehr typisch, wie wir uns das alle vorstellen: ein Brustschmerz, Übelkeit und Erbrechen. In der genauen Befragung hat sie gesagt, dass sie seit Wochen eher so ein Unwohlsein bei Belastung spürt. Das ist nicht der typische Herz-Schmerz, wie wir es aus den Lehrbüchern kennen. Hätte man da genauer hingehört, hätte man früher aktiv werden und im besten Fall diesen Herzinfarkt verhindern können.

    Dr. Roman Szeliga: Was sind diese Faktoren, die zu begutachten sind, oder wo man aufpassen muss?

    Dr. Andrea Podczeck-Schweighofer: Der Bluthochdruck. Das ist für jeden Menschen machbar.

    Dr. Roman Szeliga: Was sind die Normwerte?

    Dr. Andrea Podczeck-Schweighofer: Die werden immer wieder verändert, aber wer unter 130 zu 80 mmHg hat, hat keinen Bluthochdruck. Aber das muss nicht immer sein. Der Bluthochdruck ist keine Konstante und verändert sich. Aber wenn wir viele Werte haben, die hintereinander gemessen darüber liegen, dann muss man sich zumindest kritisch mit seinem Blutdruck auseinandersetzen.

    Dr. Roman Szeliga: Wie oft soll man messen?

    Dr. Andrea Podczeck-Schweighofer: Das kommt letztlich darauf an. Man kann jeden zweiten Tag in die Apotheke gehen. Da hat der Apotheker keine Freude, aber selber hat man viele Blutdruckwerte. Aber jeder hat eine Großmutter, die zuhause einen Blutdruckmesser hat. Da freut sich die Oma, wenn sie bei der Gelegenheit immer Besuch bekommt.

    Dr. Roman Szeliga: Und man kann schauen, ob es der Oma noch gut geht.

    Dr. Andrea Podczeck-Schweighofer: Genau. Es hat viele soziale und für einen selbst praktische Aspekte.

    Dr. Roman Szeliga: Wenn man keine Oma hat, kann man für wenig Geld selbst ein Blutdruckgerät kaufen.

    Dr. Andrea Podczeck-Schweighofer: Ich glaube um die 29 Euro kosten die Blutdruckmessgeräte. Aber es gab eine oberösterreichische Initiative, wo tatsächlich über die Apotheken ein Aufruf an die Bevölkerung erfolgt ist, die gesagt haben „Kommt und messt euren Blutdruck.“ Quasi so oft ihr wollt. Da ist bei vielen Menschen, die nicht wussten, dass sie hohen Blutdruck haben, das erstmals erkannt worden.

    Dr. Roman Szeliga: Eine einfache Methode, um zu sehen ob das Herz in Ordnung ist, oder man genauer hinsehen sollte.

    Dr. Andrea Podczeck-Schweighofer: Genau.

    Dr. Roman Szeliga: Jetzt gehen Menschen eher ungern zu Ärzten. „Die Zeit heilt alle Wunden“ könnte auch in manchen Wartezimmern entstanden sein. Wie bringt man Patienten, die es notwendig hätten, zum Arzt?

    Dr. Andrea Podczeck-Schweighofer: Jemand, der raucht, hat auf jeden Fall ein erhöhtes Risiko. Oder jemand der eine familiäre Vorbelastung hat. Das ist oft ein Schockmoment, wenn plötzlich der Vater mit 58 einen Infarkt hat. Unter 60 Jahren ist ein junges Infarktalter. Dann sollte jemand daran denken, wenn vielleicht eine familiäre ungünstige Konstellation, meist durch den Fettstoffwechsel bedingt, herrscht.

    Das machen wir im Krankenhaus aktiv und sollten auch niedergelassene Ärzte machen: Bitte lassen Sie von Ihren Kindern auch das Blut untersuchen, ob eine Konstellation vorliegt, die auf eine Wahrscheinlichkeit für einen späteren Herzinfarkt hinweist.

    Dr. Roman Szeliga: Gibt es sonst noch andere Anlaufstellen, wo man hingehen kann, außer die Arztpraxen?

    Dr. Andrea Podczeck-Schweighofer: Ich glaube, man kann in Österreich nicht in ein Labor gehen, ohne die Zuweisung durch einen Arzt. Es gibt die Gesundenuntersuchung, die jeder Mensch ab 40 Jahren konsumieren soll.

    Es gibt Daten, die sind erschreckend. Wie wenige Menschen eine einfache Untersuchung, wie Blutdruckmessen oder eine Blutabnahme, die Auskunft über den Blutzuckerwert gibt – es gibt sehr viele unerkannte Diabetiker, die noch gut behandelt werden könnten – nicht in Anspruch nehmen. Abgesehen von anderen Untersuchungen, die mit Herz-Kreislauf nichts zu tun haben. Es gibt sehr einfache Untersuchungen, wo man viele Krankheiten abdecken kann.

    Dr. Roman Szeliga: Jetzt haben wir von dem berühmten Herzinfarkt geplaudert, wenn ein Herzkranzgefäß verstopft ist. Aber es gibt auch diese Herzinsuffizienz – also das Herz pumpt nicht mehr so gut, wie es soll. Was ist diese Herzinsuffizienz? Und warum ist das etwas, dass die Leute nicht so wahrhaben wollen?

    Dr. Andrea Podczeck-Schweighofer: Herzinsuffizienz heißt, der Herzmuskel pumpt nicht so viel Blut aus dem Herzen, um den ganzen Körper mit sauerstoffreichem Blut zu versorgen. Das kann man sich gut vorstellen, da Sie eingangs eine so beeindruckende Zahl von Herzaktionen genannt haben. Wenn sich das über eine längere Zeit hinzieht, dass es zu einer chronischen Unterversorgung mit Sauerstoff dieser Organe kommt, macht das anfangs wenig bis keine Symptome. Oder man verdrängt es. „Jetzt bin ich schon so alt und kann die Stiegen nicht mehr hinaufgehen und bekomme keine Luft.“ Würde man dem Symptom „Ich kriege keine Luft“ früher nachgehen, könnte man natürlich viel besser mit Diagnostik und vor allen Dingen Therapie reagieren.

    Dr. Roman Szeliga: Kurz zusammengefasst: Es gibt Risikofaktoren. Wenn ich Übergewicht habe, rauche oder familiäre Vorerkrankungen habe. Was wäre ein Alarmzeichen, wo man wirklich zum Arzt gehen sollte. Welche Beschwerden habe ich? Egal, ob ich an die Herzinsuffizienz denke, den Herzinfarkt oder Vorstufen.

    Dr. Andrea Podczeck-Schweighofer: Plakativ jede plötzlich oder widerholt sich zeigende Symptomatik, die bis vor kurzem nicht so war. Das kann ein Druck, ein Schmerz oder auch die berühmte Atemnot sein. Wenn man rekapituliert, wie ist es einem vor drei Monaten ergangen? Wie leicht konnte ich da zwei Stockwerke raufgehen und jetzt muss ich im ersten Halbstock stehen bleiben – das ist ein Alarmzeichen, ohne dass es eine dramatische Symptomatik für den Patienten ist.

    Dr. Roman Szeliga: Ich habe auch recherchiert, dass die Anzahl der Herzinfarkte zwischen Weihnachten und Neujahr am höchsten ist. Im Gegensatz zum Übergewicht, das nimmt zwischen Neujahr und Weihnachten noch mehr zu. Montag ist der risikoreichste Tag – wieso das?

    Dr. Andrea Podczeck-Schweighofer: Weil offensichtlich das Wochenende in einer Kumulation zu einem Ausbruch einer Erkrankung führt, die latent schlummert. Sprich: eine Engstelle eines Herzkranzgefäßes – sogenannte Plaque – und Stressfaktoren, wie exzessives Rauchen, zu viel essen. Alle Faktoren, die am Wochenende zusammenwirken und am Montag zum Infarkt führen.

    Dr. Roman Szeliga: Frau Professor, die nächsten Minuten zum Abschluss habe ich etwas Besonderes für Sie vorbereitet. Einen sogenannten Wordrap. Ich bin sehr gespannt. Keine Sorge, es wird nicht weh tun – oder vielleicht doch.

    Dr. Roman Szeliga: Wie betreibt eine Kardiologin Herzvorsorge?

    Dr. Andrea Podczeck-Schweighofer: Indem sie nicht raucht, sich ihre Blutwerte analysieren lässt und Bewegung macht. In Form von Schwimmen und möglichst viel gehen – aber nicht genug.

    Dr. Roman Szeliga: Das war schön ehrlich. Kennen Sie Ihre eigenen Blutdruck- und Cholesterin-Werte?

    Dr. Andrea Podczeck-Schweighofer: Ja.

    Dr. Roman Szeliga: Und sind Sie zufrieden?

    Dr. Andrea Podczeck-Schweighofer: Sehr sogar. (lacht)

    Dr. Roman Szeliga: Wann haben Sie zum letzten Mal einen gesunden, guten Vorsatz gebrochen?

    Dr. Andrea Podczeck-Schweighofer: Als ich jemanden am Lift getroffen habe und dann doch eingestiegen bin.

    Dr. Roman Szeliga: Herzklopfen hatten Sie zuletzt…?

    Dr. Andrea Podczeck-Schweighofer: … vor einem großen Vortrag vor ganz vielen Leuten, wo ich wusste, da sitzen viele kritische Leute, die mich nachher schrecklich viel fragen werden.

    Dr. Roman Szeliga: Haben Sie das getan?

    Dr. Andrea Podczeck-Schweighofer: Weniger schlimm als erwartet.

    Dr. Roman Szeliga: Ihre 3 besten Tipps, wenn jemand das Gefühl hat, das Herz schlägt nicht richtig.

    Dr. Andrea Podczeck-Schweighofer: Blutdruck messen. Weil ich beim Blutdruck messen auch den Puls mit messe. Wenn das immer sehr variiert und sehr unterschiedliche Werte ergibt, ist das ein Hinweis für eine Herzrhythmusstörung. Der Idealzustand ist einen Arzt zu erreichen, um sich ein EKG schreiben zu lassen. Dann gibt es noch ganz aufwändige Geschichten, aber diese zwei Punkte sind die wichtigsten.

    Dr. Roman Szeliga: Die erste Herzkrankheit wurde vor 3.500 Jahren bei einer Mumie entdeckt. Jetzt haben wir mittlerweile eine große Entwicklung gemacht. Wenn wir uns in 10 Jahren in diesem Setting wiedersehen, was soll sich in der Prävention, also in der Vorsorge im Rahmen von Herzkrankheiten positiv verändert haben? Was wünschen Sie sich da?

    Dr. Andrea Podczeck-Schweighofer: Ich wünsche mir, dass noch mehr Patienten ihren hohen Blutdruck rechtzeitig erkennen. Weil es aus der Geschichte der letzten 50 Jahre in der entwickelten Welt sensationelle Daten gibt, wie sich die Herzkreislauf-Morbidität und -Mortalität dramatisch reduzieren konnte, einfach aufgrund der Tatsache, dass Menschen ihren Blutdruck gut behandelt haben. Und heute noch in der sogenannten dritten Welt viele Menschen mit 50 Jahren an einen Schlaganfall sterben, weil es diese Therapie nicht gibt.

    Dr. Roman Szeliga: Es gibt einen kardio-protektiven Effekt, den Sie noch nicht erwähnt haben. Den würde ich noch gern erwähnen. Und zwar ist das Schokolade mit einem sehr hohen Kakaoanteil. Weil heute Valentinstag ist, habe ich Ihnen Schokolade mitgebracht. Ich sage vielen Dank für das Interview und die Tipps, die man so vielleicht nicht bekommt.

    Und Ihnen allen sage ich: Hören Sie mehr auf Ihr Herz und manchmal weniger auf das Hirn. Denn das Herz schlug schon, bevor Sie denken konnten. In diesem Sinne vielen Dank und bleiben Sie gesund.

     

    AT/NONCMCGM/0219/0009 02/2019

  • FOLGE 2

    Gesundheit als Faktor für Glück und umgekehrt

    In der aktuellen Folge des Merck Casts spricht Dr. Elisabeth Oberzaucher über das Streben nach Glück und welchen Einfluss Gesundheit und das soziale Umfeld auf das persönliche Glücksempfinden haben.

    FOLGE 2

    Gesundheit als Faktor für Glück und umgekehrt

    Dr. Elisabeth Oberzaucher

    Elisabeth Oberzaucher studierte Zoologie an den Universitäten Wien und Würzburg. Sie promovierte in Anthropologie mit Spezialisierung auf das menschliche Verhalten. Forschungsschwerpunkte: Mensch-Umwelt-Interaktionen, nonverbale Kommunikation sowie Partnerwahl und Attraktivität. Sie lehrt an der Universität Wien, leitet das Forschungsinstitut Urban Human, und ist Vizepräsidentin der International Society for Human Ethology. Ihr Buch „Homo urbanus, ein evolutionsbiologischer Blick in die Zukunft der Städte“ wurde als Wissenschaftsbuch des Jahres 2018 nominiert. www.oberzaucher.eu

    Transkript: Gesundheit als Faktor für Glück und umgekehrt

    Hallo und herzlich Willkommen beim Merck Cast, dem Gesundheitspodcast. Hier ist euer Herzkasperl. Heute haben wir wieder einen tollen Gast bei uns im Studio. Begrüßen Sie mit mir Frau Dr. Elisabeth Oberzaucher.

    Hallo. Mein Name ist Elisabeth Oberzaucher. Ich bin Verhaltensbiologin an der Uni Wien und ich setze mich mit unterschiedlichsten Faktoren des menschlichen Verhaltens auseinander – und zwar aus evolutionsbiologischer Sicht.

    Das Thema Glück beschäftigt uns alle sehr und ist eigentlich etwas, wonach wir streben. Die Frage ist, warum Glück für uns so dominant und wichtig ist. Da spielen unterschiedliche Faktoren eine Rolle. Natürlich ist das Streben nach Glück ein Hauptmotivator überhaupt etwas zu tun, überhaupt Sachen zu machen. Allerdings ist die Frage, ob man wirklich das wahre umfassende Glück jemals erreicht.

    Glück bedeutet natürlich ein vielfältiges Maß an Dingen, die passen für uns. Ein zentraler Faktor, der für uns passen muss, ist natürlich Gesundheit. Gesundheit befähigt uns dazu wirklich unser Leben zu verfolgen. Gesundheit befähigt uns auch andere Dinge in unserem Leben zu genießen. Deswegen ist Gesundheit ein sehr zentraler Faktor. Geld auf der anderen Seite wahrscheinlich eher nicht. Da gibt es viele Studien, die zeigen, dass der Besitz von materiellen Gütern wirklich nicht dafür von Nöten ist, dass wir glücklich sind. Vielmehr ist es so, dass Geld wiederum eine Quelle von Sorgen darstellen kann.

    Für Verhaltensbiologen wie mich ist es durchaus nicht so einfach Glück überhaupt zu messen. Was ist Glück überhaupt? Wenn man sich anschaut, wie Menschen glücklich aussehen, glücklich agieren, so kann das sehr vielfältig sein. Menschen können vor Glück weinen. Aber Glück kann natürlich auch so ausschauen, dass man ein strahlendes Lächeln an den Tag legt und ganz euphorisiert ist. Diese Unmöglichkeit durch Verhaltensbeobachtung an das Thema Glück anzunähern, spiegelt sich auch darin wider, wenn man Leute fragt, ob sie glücklich sind oder nicht.

    Wenn Menschen anfangen, darüber nachzudenken „Bin ich jetzt glücklich oder habe ich gerade Sorgen?“ oder „Was fehlt mir zum vollkommenen Glück?“ dann fällt uns eigentlich meist etwas ein, wo wir sagen: „Naja, das könnte noch besser gehen. Da kann man sicher noch weiterbewegen.“ Aber eigentlich sind wir sehr viel häufiger glücklich, als wir das feststellen.

    Das Streben nach Glück ist wahrscheinlich eher das Streben nach Zufriedenheit. Zufriedenheit, was man als psychologischen Zustand kennt. Auf der psychologischen Ebene wäre Zufriedenheit der Zeitpunkt, wo der Organismus mit sich selbst und der Umwelt in Übereinstimmung ist. Wo wir sozusagen im Einklang sind. Wo alle unsere Bedürfnisse gerade gedeckt sind und wo wir eigentlich keinen Grund sehen, am derzeitigen Zustand etwas zu ändern. Dieser Zustand der Zufriedenheit kann nur vorübergehend sein. Weil wenn wir in der Zufriedenheit wären und dortbleiben würden, dann würde das gleichzeitig bedeuten, dass wir im Stillstand gefangen sind. Also, dass wir uns nicht weiterbewegen, dass wir uns nicht weiterentwickeln. Und Weiterentwicklung ist nicht nur in unserem gesellschaftlichen Miteinander eine ganz wichtige Eigenschaft, sondern das bedeutet auch in der Biologie etwas ganz Besonderes. Stehen zu bleiben bedeutet nicht nur Stillstand, sondern es bedeutet – gerade biologisch gesehen – meistens sogar Rückschritt.

    Deswegen ist das Streben nach Glück einerseits zwar ein guter Motivator, um uns weiter zu verändern. Aber das Erreichen von Glück wäre eigentlich katastrophal, weil wir dann nichts mehr tun würden – uns nicht mehr bewegen würden.

    Gesundheit und Glück haben eine ganz besondere Beziehung. Einerseits ist es so, dass wir glücklich sind, wenn wir gesund sind. Also, wenn wir nicht ganz fit sind, wenn unser Körper uns sagt, ich bin nicht ganz auf der Rolle, irgendetwas fehlt mir, dann wirkt sich das auch auf das psychologische Glück negativ aus. Deswegen ist ein Verfolgen von Gesundheit rein aus Glücksmotivationsfaktoren durchaus eine gute Sache. Wie kann man das Glück „Gesundheit“ fördern? – Indem man einen gesunden Lebensstil fördert, aber natürlich auch so Sachen wie, dass man sich bewegt. Interessanterweise vergessen wir, dass wir uns bewegen können im Alltag, einfach so. Wir können zu Fuß gehen. Die meisten Menschen haben vergessen, dass ihre Füße eigentlich im Laufe der Evolution als Transportmittel erfunden worden sind und haben sie eigentlich fast zu Freizeitinstrumenten degradiert. Also: Wir fahren mit dem Auto irgendwo hin, um spazieren zu gehen. Oder wir tun sogar noch das Fahrrad hinten drauf, um dann Radfahren zu gehen. Anstatt, dass wir unseren eigenen Körper tatsächlich als Transportmittel einsetzten würden. Bewegung spielt in unserem Alltag eine sehr untergeordnete Rolle. Das führt dazu, dass wir uns sehr sesshaft darstellen, uns kaum bewegen. Und dieser Mangel an Bewegung führt auch dazu, dass alle möglichen Zivilisationskrankheiten, die aufgrund dieses Bewegungsmangels entstehen, um sich fassen können.

    Glück ist aber nicht nur Bewegung. Glück ist auch ein gutes Essen. Gutes Essen muss nicht unbedingt bedeuten, dass wir uns mit zuckerreichen, fetthaltigen Nahrungsmitteln vollstopfen. Sondern Glück kann durchaus auch sein, dass wir etwas Köstliches aber Gesundes in uns aufnehmen. Das Zelebrieren der Mahlzeit ist auch etwas, dass in unserer schnelllebigen Zeit eigentlich verloren geht. Wir versuchen möglichst wenig Zeit damit zu „verschwenden“ – sagen wir – unsere Nahrung zu uns zu nehmen. Das führt dazu, dass wir Fastfood essen. Das führt dazu, dass wir gar nicht mehr mitkriegen, was wir überhaupt in unseren Körper reintun. Das führt dann dazu, dass wir diese Befriedigung, die eigentlich durch eine gute Mahlzeit entsteht, uns wegnehmen. Uns diesen Faktor Glück stehlen. Deswegen wäre es auch notwendig, dass wir Essen wieder dort hintun, wo es einmal war – nämlich als soziale Aktion, dass wir gemeinsam etwas essen. Das wir auch die Zubereitung entsprechend zelebrieren. Da gibt es in letzter Zeit durchaus auch Entwicklungen, dass das Essen wieder diesen Stellwert gewinnt. Und dann ist es gar nicht mehr so notwendig, dass wir die ganze Zeit fett und süß essen.

    Warum macht uns süß und fett überhaupt glücklich? – Süß und fett macht uns deswegen glücklich, weil wir im Laufe der Evolutionsgeschichte diese energiereichen Nahrungsmittel anstreben mussten, weil wir da nicht so viele Kalorien so leicht zugänglich hatten wie heute. Deswegen finden wir heute noch diese energiereichen Nahrungsmittel ganz toll und großartig. Glücklicherweise haben wir aber unser Gehirn, dass uns sagt, dass wir nicht immer das tun müssen, was im Laufe der Evolutionsgeschichte entstanden ist. Sondern wir können durchaus manchmal vernünftig agieren. Nur dazu müssen wir unser Gehirn einschalten.

    Viele weitere Faktoren spielen dafür eine Rolle, wie wir durch unser Verhalten, durch unser Tun unsere Gesundheit fördern können und dadurch auch unseren Glückszustand steigern können. Auf der anderen Seite ist es aber durchaus auch so, dass glücklich sein uns auch gesund macht. Aus Erfahrung weiß man, dass Menschen, die an ihre Gesundung glauben, dass Menschen, die glücklich sind, weniger anfällig sind, weniger Probleme haben sich auch von Krankheiten zu erholen, als Menschen die zweifeln und Menschen die gleich in Unglück verfallen und nicht mehr an ihre Gesundung glauben. Diese Funktion, dass unser Glück, unser Geisteszustand, unsere Geisteshaltung sich auf unseren Körper auswirkt, das ist eigentlich schon seit Jahrtausenden bekannt. Allerdings hat es bis vor Kurzem noch nicht wirklich eine Grundlage dafür gegeben, warum das so funktioniert.

    Da gab es vor sehr kurzer Zeit eine Publikation vom IMBA (Institut für molekulare Biotechnologie) in Wien, die gezeigt hat, wie das funktioniert. Jetzt haben wir endlich eine Antwort darauf, wie denn das Glück tatsächlich unseren Körper beeinflussen kann. Wie unser Geist auf unseren Körper zurückwirken kann. Das funktioniert über einen Baustein des Glückshormons, das sogenannte BH4. Dieser Baustein des Glückshormons wirkt sich natürlich auf unseren Geisteszustand aus. Der macht uns glücklich, wenn wir ihn haben. Aber andererseits spielt er auch eine ganz wichtige Rolle dabei, wie bestimmte Stoffwechselvorgänge im Körper passieren, unter anderem die Immunantwort. BH4 steigert unsere Fähigkeit Immunreaktionen zu zeigen. Und auf diese Art und Weise können wir tatsächlich unsere Gesundheit durch unseren Geist fördern. Und jetzt haben wir auch tatsächlich auf der molekularen Ebene eine Antwort dafür, wie glücklich sein auch gesund machen kann – oder zumindest uns davor schützen kann, zu sehr krank zu werden. Das ist eine sehr fantastische Angelegenheit. Also wenn man sich anschaut, wie diese zwei Faktoren zusammenspielen, versteht man, warum das Streben nach Glück für uns Menschen so eine wichtige Angelegenheit ist. Warum wir Menschen fast diese Besessenheit haben mit diesem Streben nach Glück, weil wir auf allen Ebenen davon profitieren.

    Einerseits motiviert uns das Streben nach Glück dazu, Dinge zu tun, die wünschenswert sind. Dinge zu tun, die wir auch für unser gesamtes Dasein verfolgen sollten. Aber andererseits ist es auch so, dass das Glück uns gesund macht. Ist das nicht wundervoll?

    Ein weiterer Faktor, der uns dabei helfen kann, glücklich zu sein, ist natürlich das soziale Umfeld. Ich sollte nicht sagen „…ein weiterer Faktor“, sondern: Das ist der zentrale Faktor. Wir Menschen sind soziale Tiere. Das heißt: Die Menschen rund um uns herum, wie wir mit anderen Menschen agieren, wie wir eingebunden sind in ein soziales Netzwerk, das ist ganz zentral dabei, wie wir Glück empfinden und wie wir unser Leben auch insgesamt empfinden. Wenn wir etwas erreichen, einen Meilenstein erreichen, wenn etwas Tolles in unserem Leben passiert, dann ist das zwar ganz schön, aber es wird erst richtig toll, wenn wir das mit anderen teilen können. Idealerweise haben wir auch diese großen Schritte und Erlebnisse in unserem Leben nicht alleine, sondern im Verbund mit anderen Menschen – und idealerweise mit Menschen, die wir gerne haben. Dann wird es erst richtig schön.

    Interessanterweise sind auch diese positiven Erlebnisse etwas, das uns sozial zusammenschweißt. Wir sollten eigentlich auch danach suchen, möglichst viele positive Erlebnisse gemeinsam mit anderen zu erleben, weil das auch wiederum unsere Einbettung in unserem sozialen Netzwerk stärkt. Und je besser wir sozial eingebettet sind, desto besser ist es für uns. Da leidet auch unsere Gesundheit sonst darunter, wenn das soziale Netzwerk fehlt. Da unterscheiden sich die Geschlechter. Und zwar, wenn Männer ein gut funktionierendes soziales Netzwerk haben, dann ist ihre physische Gesundheit, ihre körperliche Gesundheit sehr positiv betroffen. Während bei Frauen hauptsächlich die psychische Gesundheit davon profitiert. Aber insgesamt kann man sagen, das soziale Netzwerk, die soziale Einbindung ist ganz wichtig für die Gesundheit aller Menschen. Und deswegen sollte das auch im Zentrum unserer Überlegungen und Bestrebungen sein.

    Wenn Sie also über Glück nachdenken, dann denken Sie über Glück nicht verkrampft nach, dass Sie Stirnfalten bekommen, sondern denken über Glück nach mit einem Lächeln in Ihrem Gesicht. Ein Lächeln, dass Sie zu Ihren Höchstleistungen motiviert. Ein Lächeln, dass sie motiviert, Dinge zu tun, die gut für die selbst sind. Und vor allem auch gut für andere um Sie herum. Dann werden Sie dem Glück einen Schritt näherkommen.

    Ich danke fürs Zuhören, ich freue mich sehr hier gewesen zu sein und freue mich schon auf das nächste Mal. Alles Liebe.

    AT/NONCMCGM/0719/0036   07/2019

  • FOLGE 3

    Wärmende und gesunde Speisen zur kalten Jahreszeit

    Heute befassen wir uns mit Wärme, und zwar mit der Wärme von innen. Gegen die Kälte draußen hilft nämlich nicht nur warme Kleidung am Körper, sondern auch das richtige Essen…

    FOLGE 3

    Wärmende und gesunde Speisen zur kalten Jahreszeit

    Zuckerpuppe

    Transkript: Wärmende und gesunde Speisen zur kalten Jahreszeit

    Herzlich willkommen bei unserem Beitrag im November. Nachdem wir im September das Thema „Herzsport“ besprochen haben, hat sich der Herzkasperl einen Trainingsplan erstellen lassen. Er ist darum jetzt gerade draußen und macht Bewegung: Ich habe Glück, ich bin hier drinnen im Warmen und spreche mit Ihnen über mein Lieblingsthema.

    Natürlich geht es dabei um das Essen. Konkret: um warmes und wärmendes Essen. Wir besprechen, was dem Herzen guttut, wie Sie sich warmhalten und wie lange eine Speise satt hält.

    Sie hören: Ihre Zuckerpuppe.

    Heute befassen wir uns mit Wärme, und zwar mit der Wärme von innen. Gegen die Kälte draußen hilft nämlich nicht nur warme Kleidung am Körper, sondern auch das richtige Essen im Magen. Uns interessiert da natürlich besonders, welche wärmenden Speisen dem Herzen guttun, und natürlich auch, wie sich die Speisen auf den Zuckerhaushalt auswirken.

    Und dazu präsentiere ich noch ein Rezept, das sowohl vegetarisch als auch für Diabetiker geeignet ist.

    Dann gehen wir es gleich an!

    Schön langsam müssen wir uns darauf einstellen, dass es draußen nicht mehr so warm wird wie noch im September. Wind, Wolken und kurze Tage schaffen zunehmend den Eindruck, dass die Welt dunkler wird. Das hat nicht nur die bekannten Folgen für das seelische Wohlbefinden und das Aufstehen in der Früh, sondern wirkt sich auch auf den Körper aus.

    Die kalte Jahreszeit bringt ja gerade für Menschen mit Herzerkrankungen besondere Herausforderungen mit sich. Bei Kälte verengen sich die Blutgefäße, und so kann es bei Anstrengungen schnell zu einer Überbelastung des Herzens kommen. Das Herz muss gegen einen größeren Widerstand arbeiten als bei warmen Temperaturen.[1] Auch die Herzkranzgefäße können sich bei Kälte leichter verkrampfen und dadurch Herzschmerzen auslösen, vor allem bei körperlicher Anstrengung.[2]

    Der Körper möchte ja seine Temperatur konstant halten. Vermeiden Sie also körperliche Belastungen an der kalten Luft – damit ist nicht nur Sport gemeint, sondern auch Arbeiten wie zum Beispiel Schneeschaufeln. Lassen Sie sich damit Zeit, stressen Sie sich nicht! Und vor allem, schauen Sie darauf, dass Sie warm genug angezogen sind.[3]

    Ziehen Sie, wenn Sie schwer atmen müssen, auch einen Schal vor Mund und Nase, das dämpft die Kälte ab.

    Achten Sie beim Anziehen auf das „Zwiebelprinzip“! Es muss nicht eine dicke Daunenjacke sein, besser Sie denken in „Schichten“. Das hat auch den Vorteil, dass man schnell eine oder zwei Schichten ablegen kann, wenn man ins Warme kommt. Mit nur ein bis zwei dicken Schichten besteht die Gefahr, dass es immer ein bisschen zu warm oder zu kalt ist.[4]

    Aber wie gesagt: Wärmen kann man den Körper auch von innen – und das sogar ganz gesund.

    Heiße Gemüsesuppe mit scharfen Gewürzen. Das ist ein typischer Rat von Oma, und leider gibt man heutzutage nicht mehr so viel auf das, was die älteren Generationen sagen, aber es ist eben auch wissenschaftlich haltbar. Die warme Suppe wärmt den Körper, und Gewürze wie Chili, Pfeffer und Ingwer fördern die Durchblutung.[5]

    Vielen Gewürzen wird ja eine wärmende Wirkung zugeschrieben. Und einige davon sind richtige Wunderwuzzis: Sie fördern die Durchblutung, stärken Magen und Milz und unterstützen dazu auch noch die Verdauung.[6]

    Nicht erschrecken: Der erste Kandidat ist der Chili. Je nach Sorte bringt es ein wärmendes Kaminfeuerchen oder sogar eine richtige Gluthitze ins Essen. Chili fördert die Durchblutung und wärmt dadurch von innen. Außerdem wirkt es antibakteriell im Darm und senkt damit das Risiko für ansteckende Durchfallerkrankungen.[7]

    Ingwer kommt vor allem aus der asiatischen Küche zu uns. Der Wurzelstock ist sehr scharf und wirkt nicht nur wärmend. Er tötet auch Keime ab und schützt uns vor Blähungen. Sogar bei Erkältung und Heiserkeit soll Ingwer helfen, aber das habe ich mich selber noch nicht zu testen getraut.[8]

    Kardamom gehört übrigens auch zu den Ingwergewächsen, aber hier werden meistens die Samen verwendet, manchmal auch die gesamte Kapselfrucht. Kardamom ist nicht so scharf, sondern eher fein-würzig, und darum heizt er auch nicht zu stark ein, nein, er sorgt eher für so eine sanfte, wohlige Wärme, vor der auch ich mich nicht fürchte.

    Ein ganz wichtiger Bestandteil von Currymischungen ist der Kreuzkümmel oder Cumin. In Indien kommt man gar nicht aus ohne Cumin. Der Geschmack ist nicht zu verwechseln, er erinnert ein bisschen an Zwiebel, Kümmel und Anis, aber doch mit seiner eigenen, unverwechselbaren Note![9]

    Curry ist eine Mischung aus bis zu 36 Gewürzen. Dabei wird vor allem Ingwer, Kardamom, Koriander, Kreuzkümmel und den unterschiedlichsten Pfeffersorten eine wärmende Wirkung zugeschrieben. Pfeffer wärmt ähnlich wie Chili und wirkt außerdem auch noch fiebersenkend und entzündungshemmend – das ideale Gewürz für die Grippezeit.[10]

    Wer es süß mag, freut sich über Zimt: Das ist sogar eines der ältesten Gewürze auf der Welt und wird schon seit Tausenden von Jahren in der Pflanzenheilkunde verwendet. Wir geben den Zimt auf Süßspeisen, aber er wirkt auch krampflösend, schmerzstillend und wärmend.[11]

    Wo diese Gewürze am besten zur Geltung kommen ist auch ganz schnell erklärt:

    Generell gilt als Faustregel, Eintöpfe und cremige Suppen sind leicht verdaulich und wärmen den Körper rasch von innen heraus.

    Wärmende Eigenschaften sagt man aber besonders gerne auch den traditionellen Wintergemüsesorten nach. Dazu zählen der Kürbis, rote Rüben, Kohl, Kraut und Süßkartoffel. Bei den Fleischspeisen gelten Wild, Fasan, Wildhase, Lamm und Ziege als wärmend, beim Fisch sind es Thunfisch, Hering, Garnelen und Langusten, aber auch Hummer.

    Ein heißer Tipp sind auch Tees aus Fenchel, Anis, Kümmel oder Vanille. Und, in Maßen, auch der Glühwein, wie er jetzt wieder in den Weihnachtsmärkten lockt.

    Bei aller Wärme ist es aber doch auch sehr wichtig, dass eine Speise gut und lange sättigt. Denn gerade die Kälte kostet Energie und verleitet den Körper damit dazu, mehr und sogar zu viel zu essen. Vor allem der Hunger auf Süßes kommt dann schnell, weil der Körper sich davon schnell verwertbare Energie erhofft. Für Diabetiker besonders fatal: Wie schon gesagt nimmt das Terror-Team aus Kälte und Zucker das Herz erst so richtig in die Mangel.

    Also heißt die Devise nicht nur aufwärmen, sondern auch sättigen![12]

    Die Könige des Sättigungsgefühls sind die Erdäpfel. Einer australischen Studie zufolge sättigen 240 Kilokalorien Kartoffeln dreimal so lang wie derselbe Nährwert an Weißbrot.

    Unter den wärmenden Speisen ist auch das Gemüse ein guter Tipp, wenn es darum geht, den Magen zu füllen. Das hat zwar nicht so viele Kalorien, enthält aber dafür Wasser, und das füllt den Magen.

    Wenn der kalte Wind pfeift, geht aber nichts über eine gute, cremige Suppe. Der hohe Wasseranteil füllt den Magen und die richtig gewählten Zutaten sorgen für die willkommene Wärme.[13]

    Aber nicht nur der Magen signalisiert dem Gehirn „Wir sind satt!“ – da spielen mehrere Faktoren zusammen. Ein ganz wichtiger Auslöser für Hunger- und Sättigungsgefühle ist der Blutzuckerspiegel beziehungsweise das Hormon Insulin, das für den Abbau von Zucker im Blut zuständig ist und hilft, dass die Energie auch wirklich in den Körperzellen ankommt.[14]

    Ach, ich als Zuckerpuppe habe damit leider so meine Erfahrungen: Bei Menschen mit Diabetes und auch schon bei beginnender Diabetes gerät der Insulinhaushalt durcheinander. Die Produktion in der Bauchspeicheldrüse ändert sich, und damit verschwindet oft auch das Signal an die Leber, die eigene Glukose-Produktion zu stoppen. Dann dreht die Bauchspeicheldrüse die Produktion auf, und drei bis vier Stunden nach dem Essen sind dann die Blutzuckerwerte auf einmal viel zu niedrig und das Gehirn verlangt nach mehr, obwohl das eigentlich noch längst nicht nötig wäre.[15]

    Wir wissen ja schon sehr gut, dass Diabetes ein Risikofaktor für Herzerkrankungen sein kann. Der Bluthochdruck wie auch Diabetes sind für sich allein genommen schon ein Risiko für die Gesundheit von Herz und Kreislauf. Die Gefahr steigt um ein Vielfaches an, wenn Bluthochdruck und hohe Zuckerwerte zusammenkommen. Jeder fünfte Typ-1-Diabetiker und drei von vier Typ-2-Diabetikern leiden zusätzlich unter zu hohem Blutdruck! Diabetiker sind damit doppelt so häufig von Bluthochdruck betroffen wie der Durchschnitt der Bevölkerung.[16]

    Dabei kommen zwei Angriffe auf die Blutgefäße zusammen: Die hohen Blutzuckerwerte schädigen die Wände der Blutgefäße und die Organe. Zugleich drückt der Bluthochdruck auf die Gefäße. Durch die höheren Blutfettwerte gibt es verstärkt Ablagerungen in den Adern, die Gefäße verkalken und verengen sich … umso wichtiger ist es, dass wir…

    … zum einen: den Bluthochdruck erkennen und ärztlich behandeln lassen.

    Zum anderen: unsere Blutzuckerwerte beobachten und beim Speiseplan beachten.

    Aber wärmendes Curry gibt es auch mit Rezepten, die Rücksicht auf Blutzuckerwerte nehmen. Ein Beispiel dafür ist das Gemüse-Kokos-Curry. Gleich vier Argumente sprechen für dieses Gericht:

    • Es wärmt den Körper von innen,
    • es ist verträglich für Diabetiker,
    • es ist vegetarisch!
    • Und es schmeckt wunderbar.

    Schnappt euch einen Zettel und Stift, oder ladet euch auf www.merck-cast.at die Zutaten und das Rezept herunter.

    Und so werden 6 Portionen gemacht:

    • Wir schälen 400g Karotten und schneiden sie in Scheiben.
    • Dann schneiden wir 2 Stangen Lauch in Ringe.
    • Wir nehmen einen Karfiol und teilen ihn in Röschen.
    • 1 Zwiebel, 1 Knoblauchzehe und ein daumengroßes Stück Ingwer werden gehackt und in einem Topf in heißem Öl angedünstet.
    • Wir rühren zwei Teelöffel grüne Curry-Paste unter und rösten sie kurz mit.
    • Dann mit 1 Esslöffel Mehl und Suppenpulver bestäuben und kurz weiterbraten.
    • Mit 800ml Kokosmilch ablöschen und diese einrühren.
    • Als nächstes geben wir die Karotten und den Karfiol dazu, dann fünf Minuten weiter erhitzen, bevor wir schließlich auch den Lauch und 200 Gramm Zuckererbsen dazugeben.
    • Deckel drauf und zugedeckt weitere 5 Minuten köcheln lassen.
    • Bei Bedarf mit etwas Salz abschmecken.
    • Koriander oder Petersilie (für die unter euch, die keinen Koriander mögen) abzupfen und das Curry damit garnieren.
    • Reis passt gut dazu, und der sättigt auch gut und stärkt für den Tag!

    Eine Portion enthält circa 280 Kilokalorien, 9 Gramm Kohlenhydrate und eine Broteinheit.

    Jetzt habe ich so viel vom Essen geredet, da bekomm ich gleich selber Hunger. Natürlich nur nach etwas Gesundem, keine Angst! Und die Zeit ist auch schon fast um. Also fassen wir noch einmal schnell zusammen:

    Diabetes und Bluthochdruck belasten unsere Schlagadern – und bei Kälte wird das noch schlimmer, denn da ziehen sich die Gefäße zusammen und die Belastung für das Herz steigt noch mehr. Wärmen wir uns also auf! Und das geht nicht nur von außen, sondern auch von innen, mit den richtigen, klug ausgewählten Speisen. Zum Beispiel Curry.[17]

    Kochen Sie nach und probieren Sie!
    Denn wohlige Wärme tut dem Herzen gut, egal, ob sie von außen oder von innen kommt.

     

    Bei unserem nächsten Beitrag im Dezember geht es um ein Thema, das gerade im Winter, wenn es lange dunkel ist, und auch nach Zeitumstellungen immer sehr viele Menschen beschäftigt, nämlich um den Schlafrhythmus und um den Einfluss, den ausreichender, gesunder Schlaf auf unsere Herzgesundheit hat. Dann ist auch wieder der Herzkasperl am Mikrofon. Wir freuen uns auf Sie!

    Süße Grüße,

    Ihre Zuckerpuppe!

     

    Quellenverweise:

    [1] Video: Christian Petz kocht wärmende Gerichte
    [2] https://www.klinikum-braunschweig.de/1631.0.html
    [3] https://www.klinikum-braunschweig.de/1631.0.html
    [4] https://www.bergreif.de/2015/10/22/outdoor-tipps-gegen-kaelte/
    [5] https://www.bergreif.de/2015/10/22/outdoor-tipps-gegen-kaelte/
    [6] https://gesund.co.at/waermende-lebensmittel-winter-23592/
    [7] https://eatsmarter.de/ernaehrung/news/waermende-gewuerze-und-lebensmittel
    [8] https://www.veganblatt.com/waermende-lebensmittel
    [9] https://gesund.co.at/waermende-lebensmittel-winter-23592/
    [10] https://eatsmarter.de/ernaehrung/news/waermende-gewuerze-und-lebensmittel
    [11] https://gesund.co.at/waermende-lebensmittel-winter-23592/
    [12] https://www.blood-sugar-lounge.de/2018/04/die-kaelte-der-diabetes-und-wie-waermende-gewuerze-helfen-koennen/
    [13] https://www.gofeminin.de/abnehmen/lebensmittel-die-lange-satt-machen-s2334832.html
    [14] https://www.netdoktor.de/ernaehrung/appetit-und-saettigung-1037.html
    [15] https://www.diabetes-ratgeber.net/Ernaehrung/Heisshunger-Was-gegen-Lust-auf-Suesses-hilft-350443.html
    [16] https://www.hochdruck-aktuell.de/was-ist-bluthochdruck/ursachen-fuer-bluthochdruck/bluthochdruck-und-diabetes
    [17] Zusammenfassung Einstieg

    AT/NONCMCGM/1119/0057    11/2019